Anmerkungen: 60 Jahre “Charta der Heimatvertriebenen”

4. August 2010

Fünf Jahre nach dem Ende des von Nazi-Deutschlands angezettelten 2. Weltkrieges trafen sich in Stuttgart Funktionäre der Heimatvertriebenen und verabschiedeten die „Charta der Heimatvertriebenen“. Dieses Ereignis soll mit einem Festakt des Bundes der Vertriebenen BdV im Neuen Schloss gewürdigt werden. Die „Charta“ stellt eine ungeheuere Verfälschung der historischen Ursachen der Vertreibung dar. …weiter »

Levy & Müller – ein jüdischer Verlag in Stuttgart

28. Juli 2010

Seine Geschichte vor, während und nach der Nazizeit.  …weiter »

Wir suchen für unsere Kunden No. 1

22. Juli 2010

Wir suchen folgende Erstausgaben von Brigitte Reimann (bitte mit Schutzumschlag!):

  • Der Tod der schönen Helena. Verlag Ministerium des Inneren Berlin, 1955
  • Die Frau am Pranger. Verlag Neues Leben, 1956
  • Das Geständnis. Aufbau-Verlag Berlin,  1960.

Angebote bitte mit Preisvorstellung an kontakt@buch-plakat.de  oder telefonisch 0711 246238. Danke!

Der Fall Sacco & Vanzetti – die Geschichte eines Justizmordes

19. Juli 2010

Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti, zwei amerikanische Anarchisten italienischer Herkunft, wurden am 23. August 1927 in den USA hingerichtet, weil sie angeblich einen doppelten Raubmord begangen haben sollen.  

Ihre Hinrichtung erfolgte nach einem zweifelhaften Prozess und löste weltweit Proteste aus. Schriftsteller/-innen griffen das Thema immer wieder in unterschiedlichen literarischen Formen auf. Upton Sinclair griff das Thema in seinem Roman „Boston“ auf, Kurt Tucholsky und Franz Josef Degenhardt schrieben ein Gedichte bzw. ein Lied. Auch Howard Fast und Anna Seghers setzten sich mit dem Thema auseinander.

Termin: Freitag, 27.08.2010, Beginn: 19:30 Uhr

Ort: Buch & Plakat – Antiquariat, Wagnerstr. 43, 70182 Stuttgart – Eintritt frei!

Bücher zum Thema finden Sie übrigens in unserem Katalog! Stöbern Sie einfach mal!

Jean Paul und sein Luftschiffer Giannozzo

19. Juli 2010

Jean Paul als Autor ist heute zwar dem Namen nach bekannt, aber selten gelesen, denn seine Sprache ist für uns heute ungewohnt und mit zahlreichen Wörter gespickt, die für uns fremd sind und die Nutzung des Fremdwörterbuches nahe legen. Oder man versucht einfach, das unbekannte Wort der Spur nach aus dem Zusammenhang zu erschließen, das stört den Lesefluss weniger. …weiter »

Ausstellungstipp: Dorf unterm Hakenkreuz

27. Juni 2010

So heißt eine Ausstellungsreihe, die die sieben Freilichtmuseen in Baden-Württemberg diesen Sommer und Herbst präsentieren. 

Das Museum in Beuren auf der Schwäbischen Alb zeigt den Teil „Nur Mütter im Vaterland?“, der die Rolle der Frau auf dem Land im Nationalsozialismus thematisiert. …weiter »

Johann Peter Hebel (1760 – 1826)

27. Juni 2010

ist der wohl bekannteste alemannische Dichter. Seine „Alemannischen Gedichte“ und seine „Kalendergeschichten“ erfreuen sich noch heute großer Beliebtheit. Eine seiner  Erzählungen, nämlich „Der fromme Rat“ riefen auch die Zensur auf den Plan. Man witterte eine Verunglimpfung des katholischen Glaubens. …weiter »

Wie die Vögel durch die Lüfte schweben

27. Juni 2010

Literarische Texte ums Fliegen

 Fliegen können ist ein alter Menschheitstraum, an dessen Realisierung sich der Mensch seit der Antike immer wieder versuchte. …weiter »

Zu Fuß zu Stuttgarts Dichtern

10. Juni 2010

Literarische Spaziergänge mit Bernd MöbsWußten Sie, dass Alfred Andersch, der Mitbegründer der Gruppe 47, mal drei Jahre in Stuttgart lebte? Das Arthur Rimbaud an Stuttgart nur den Riesling schätzte? Dass Robert Musil mal in Degerloch wohnte? …weiter »

Marcel Reich-Ranicki zum 90. Geburtstag!

6. Juni 2010

Marcel Reich-Ranicki oder kurz MRR ist Deutschlands berühmtester Literaturkritiker. Die legendäre Fernsehsendung „Das literarische Quartett“ wurde durch seine Persönlichkeit zur beliebtesten Literatursendung überhaupt.  Selbst ein Verriss durch MRR machte ein Buch zum Verkaufsschlager. …weiter »

Der Uracher Kreis: Literaten, Lebensreformer, Maler

6. Juni 2010

Der „Uracher Kreis“ entwickelte sich vom „Matrosenkreis“, dem Karl Raichle und Theodor Plivier angehörten hin zum lebensreformerischen Ensemble, das mit der Pension „Zum grünen Weg“ zahlreiche mehr oder weniger bekannte Gäste anzog:  Gregor Gog und Anni Geiger-Gog, Erich Mühsam und Erich Weinert, Erich Schairer, Max Ackermann und den Dauergast Johannes R. Becher, der später  Kulturminister der DDR wurde. …weiter »

Jo Mihàly

3. Juni 2010

Scherenschnitt aus "Ballade vom Elend"

Jo Mihàly, die eigentlich Elfriede Kuhr heißt, gehört zu den vergessenen Künstler- und Schriftstellerinnen, die während des Nationalsozialismus emigrieren mussten und die heute kaum noch jemand kennt.

 Jo Mihàly wählte ihren Künstlernamen ganz bewusst: sie erlebte als Kind die Diffamierung der Sinti und Roma, damals Zigeuner genannt, und gab sich aus Sympathie für diese Minderheit das Pseudonym, das aus dem Ungarischen stammt.

Elfriede Kuhr wurde am 25.04.1902 in Schneidemühl (Posen) geboren und wuchs behütet auf bis der Erste Weltkrieg auch ihre kleine Welt zerstörte. Wie viele andere auch wurde Jo Mihaly durch den Krieg politisiert und setzte sich ungewöhnliche Ziele. Sie wollte Tänzerin werden und wurde schließlich Ausdruckstänzerin. Ihre Tänze hießen z. B. „Mütter“ oder „Das Antlitz des Krieges“. Aber sie hatte verschiedene Talente, die sie zu nutzen verstand. Ihre Erfahrungen auf der Landstraße und mit dem Vagabundenleben fasste sie in der „Ballade vom Elend“, einem Gedicht zusammen, das sie mit eigenen Scherenschnitten illustrierte. Sie veröffentlichte weitere Gedichte in Gregor Gogs Vagabundenzeitschrift „Der Kunde“. …weiter »

Bücherwurm und Fernsehturm

28. Mai 2010

Ein Bilderbuch nicht nur für KinderBücherwurm und Fernsehturm ein medienkritisches Bilderbuch! Claudio Sperandios Traum war es immer, einmal ein Kinderbuch herauszubringen. Nun wurde es posthum veröffentlicht. …weiter »

Büchermarkt im Bohnenviertel

9. Mai 2010

Am Samstag, 3. Juli veranstalten wir einen antiquarischen Büchermarkt, bei dem Sie selbst Ihre überzähligen Bücher verkaufen können. Veranstaltungsort ist die Terrasse des Bischof-Moser-Hauses, Wagnerstr. 45, direkt neben und hinter unserem Laden.  Der Büchermarkt beginnt um 11 Uhr (Aufbau ab 10 Uhr möglich) und endet gegen 16 Uhr.

Wir stellen Ihnen einen Tisch mit Stuhl zur Verfügung, teilweise mit Sonnen- bzw. Regenschutz. Ein Platz mit Tisch und Stuhl kostet 7,50 EUR.  Da nur begrenzt Plätze zur Verfügung stehen, bitte wir um Ihre Anmeldung bis 23.06.2010.  Nähere Infos und das Anmeldeformular erhalten Sie bei uns im Laden, Wagnerstr. 43 im Bohnenviertel, telefonisch unter 0711 13497860 oder per Email: kontakt@buch-plakat.de

Natürlich sind Sie auch willkommen, wenn Sie einfach als Käufer/-in für sich nach Schnäppchen schauen wollen.

Das Bohnenviertel

9. Mai 2010

Das Bohnenviertel, heute durch eine Schnellstraße vom Rest der Innenstadt abgeteilt, hat seinen ursprünglichen Charme erhalten. In der Wagnerstraße können Sie noch über Kopfsteinpflaster gehen und Einblicke in malerische Höfe nehmen. Kleine Läden, die Antiquitäten, individuellen Schmuck, Designermode und vieles mehr bieten, laden zum Bummeln ein.

Das Bohnenviertel ist auch ein literarisches Viertel: Wilhelm Hauff schrieb in der Kanalstraße einst seine Märchen, Wolfgang Schorlaus Detektiv Georg Dengler wohnt direkt über der Weinstube „Basta“ und das alte Gewerkschaftshaus in der Esslinger Straße lockte mit seiner Bücherei manchen Lesehungerigen zu sich. Das am meisten ausgeliehene Buch war übrigens August Bebels „Die Frau und der Sozialismus“.

Auch für Kulinarisches ist in jeder Preisklasse gesorgt. Weinstuben, gehobene Speiselokale und Bistros sorgen dafür, dass niemand hungrig oder durstig bleibt.

Seinen Namen erhielt das Bohnenviertel übrigens, weil die arme Bevölkerung in den Gärtchen Bohnen anpflanzte, die nach der Ernte an Schnüren zum Trocknen an den Häusern aufgehängt wurden. Heute hängen natürlich keine Bohnen mehr an den Häusern, doch ein Viertel mit besonderem Charme ist es geblieben.

Das Bohnenviertel – mitten in der Stadt, mitten im Leben!

Die Büchergilde Gutenberg

4. Mai 2010

Ein Schwerpunkt unseres Sortiments bildet die Büchergilde Gutenberg von 1924 bis 1933, die Exilgilde und die neueren Titel ab 1945.

 Was ist das besondere an der Büchergilde Gutenberg?

Die Büchergilde ist eine Buchgemeinschaft oder modern ausgedrückt „ein Buchklub“ und wurde 1924 mit einem hohen Anspruch vom „Bildungsverband der deutschen Buchdrucker“ gegründet: es sollten inhaltlich gute Bücher in ansprechender Gestaltung für Gewerkschaftsmitglieder zu erschwinglichen Preisen hergestellt und vertrieben werden. Das erste Buch, das in der neuen Büchergilde erschien, war Mark Twains „Mit heiteren Augen“, das wohl bekannteste war 1926 „Das Totenschiff“ von B. Traven, das immer wieder neu aufgelegt wurde.

 Als die Büchergilde 1933 zwangsweise in die Deutsche Arbeitsfront eingegliedert wurde, ging ein Teil des Leitungsteams ins Exil, zunächst nach Wien und Prag, dann nach Zürich. Immer blieb der Anspruch bestehen, gute Bücher herzustellen, die sich auch Arbeiter/-innen leisten konnten.

Dies gilt auch heute noch und so ist es kein Wunder, dass manches neues Buch der Büchergilde einen Preis erhält.

Wenn Sie mehr über die Büchergilde wissen möchten, wenden Sie sich am besten an Ihre örtliche Büchergilden-Filiale. In Stuttgart finden Sie den Buchtreff Büchergilde in der Willi-Bleicher-Straße 20 (Gewerkschaftshaus) mitten im Zentrum (gegenüber dem Haus der Wirtschaft). Frau Kolwe, die Inhaberin, beantwortet Ihnen gerne alle Fragen und zeigt Ihnen die Neuerscheinungen. Zu Quartalsbeginn, jeweils am ersten Samstag, um 16 Uhr stellt dort das „Trio Leselust“ einige Neuerscheinungen vor. Gäste sind herzlich willkommen. Sie erreichen den Buchtreff Büchergilde telefonisch unter 0711 2249310 oder per Email: buechergilde-stuttgart@arcor.de

Der Buchtreff Büchergilde stellt uns übrigens seit mehreren Jahren ein Schaufenster zur Verfügung, in dem wir einen kleinen Teil unseres Sortiment jeweils unter einem Thema präsentieren. Herzlichen Dank!